Bedrohte Orang-Utans

Foro Orang Utan

Die Menschenaffen gelten als akut „vom Aussterben bedroht“. Der Kölner Zoo bietet am Sonntag, 21. August, viele Extra-Aktionen rund um die  Menschenaffen mit dem zottelig-rotbraunen Fell an.

Um 11 startet am Haupteingang die Führung „Orang-Utans und ihre nächsten Verwandten“. Um 14 und 15 Uhr finden im Urwaldhaus Tierpfleger-Sprechstunden statt, bei denen große und kleine Zoobesucher ihre Fragen zu Orang-Utans und anderen Affenarten loswerden können. Außerdem bauen Kölner Zoo und sein Kooperationspartner, die weltweit für den Schutz der Orang-Utans aktive Initiative „Borneo Orangutan Survival“ (BOS), vor dem Urwaldhaus eigene Infostände auf.

Pfiffige "Tilda"

Im Einsatz ist auch „Tilda“. Die etwa 50-jährige Orang-Utan-Dame zeigt um 11, 14 und 15 Uhr in ihrem Gehege im Urwaldhaus, wie einfallsreich Menschenaffen beim Thema Futter sind. Erdnüsse, die in einer Box mit kleinen Löchern verstaut sind, fingert „Tilda“ mit einem vorher eigens von ihr dafür zurechtgekauten Stöckchen zielsicher heraus.

Palmöl gilt als billiger Rohstoff

Die Weltnaturschutzbehörde IUCN hat die hochintelligenten Orang-Utans erst kürzlich auf ihrer Roten Liste als akut „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Die Statusänderung basiert auf einer neuen Studie, laut der gerechnet ab 1950 bis zum Jahr 2025 82 Prozent der Borneo-Orang-Utans verschwunden sein werden. Hauptgrund ist die Lebensraumzerstörung durch den Menschen. Zwischen 1973 und 2010 wurden allein 56 Prozent der Regenwälder auf der indonesischen Insel Borneo zerstört. Heute erfolgt der Kahlschlag zumeist, um den wachsenden Hunger der Welt nach Palmöl zu stillen. Es wird als vermeintlich billiger Rohstoff in vielen Fertiggerichten und Pflegeprodukten verwendet.