Schadstoffarm klingt nicht schlecht. Gut aber auch nicht.

Die Werbebotschaft braucht etwas, bis sie ihre volle Wirkung entfaltet. In einer Zeitungsanzeige warnt eine Dame vom Umweltnetzwerk „Woman in Europe for a Common Future“ (leider noch nie gehört): „Schadstoffe sind für kleine Kinder besonders problematisch, weil sie viel mehr davon aufnehmen als Erwachsene.“ Warum? Weil Eltern seltener oder nie ins Kinderzimmer gehen? Außerdem: Menge ist doch Menge. Eventuell ist Wirkung gemeint. Der wichtigste Rat der Umweltnetzwerkerin: Eltern sollten bei der Einrichtung des Kinderzimmers unbedingt darauf achten, dass die Möbel schadstoffarm sind. Eine gute Wahl seien Second-Hand-Möbel. Da seien eventuelle Belastungen bereits verflogen. Da hat das Erstbesitzer-Kind, das verwöhnte, leider Pech gehabt. Was sucht es sich auch Eltern aus, die neue Sachen anschaffen? Aber – nur so ein Gedanke: Wären Möbel, die gar keine Schadstoffe haben, nicht noch viel besser? Für Kinder und Eltern.